Spieltherapie

Das Spiel ist die Sprache des Kindes, das Medium, in dem sich das Kind ausdrückt und seine innere Wirklichkeit inszeniert, Gefühle zum Ausdruck bringt. Im freien Spie kann sich das Kind in einem selbst gewählten Tempo ausdrücken und mitteilen. Darin besteht auch die „heilende Kraft“ des Spiels, das Spiel als eine Form kindlichen Experimentierens, mit dessen Hilfe die Umwelt erfahren wird, Konflikte auf kindgerechte und kreative Weise bearbeitet werden können und das „ich“ gestärkt wird.

Im Vordergrund der therapeutischen Begleitung steht die ganzheitliche Entwicklung der (kindlichen) Persönlichkeit und nicht der Abbau einzelner Symptome. Es geht somit nicht um ein „Reparieren“, um das Verschwinden von Symptomen, sondern um die Reifung der Persönlichkeit.

Die therapeutische Beziehungsgestaltung ist gekennzeichnet durch die Realisierung von bedingungsloser Wertschätzung, Empathie und Kongruenz. Die personzentrierte Kinder- & Jugendlichentherapie beruht auf der Überzeugung, dass jeder Mensch in sich die Fähigkeit trägt, sich konstruktiv zu entfalten und zu entwicklen – dies werd durch die Therapie unterstützt und begleitet.

Die Spieltherapie eignet sich für Kinder ab 4 Jahren, davor gibt es die Möglichkeit einer gemeinsamen Therapie Vater/Mutter und Kind.
Jugendlichen, die sich nicht mehr vorzugsweise durch das Spiel ausdrücken, wird ein anderes Angebot gemacht: das Gespräch, kreative Medien oder auch Spiele (je nach Bedürfnissen) stehen in diesem Rahmen zur Verfügung.

Der Spieltherapieraum ist ein geschützter Raum, dieser und die Verschwiegenheitspflicht geben dem Kind/Jugendlichen Sicherheit und Vertrauen, sich in seiner Persönlichkeit zeigen zu dürfen.

Die Spieltherapie wird begleitet von regelmäßigen Elterngesprächen, in denen Eltern und Therapeutin sich über die Entwicklung des Kindes und die Erfahrungen der Eltern austauschen.